NEIN! Wir lassen uns nicht verdrängen!

Montag, 13. Juli 2009

"GOSTENHOF RULEZ" eskaliert

Nürnberg:
-Mehrere Hundert bei unangemeldetem Straßenkonzert für linke Freiräume,
die Hausbesetzung im Hamburger Schanzenviertel und autonome Freiräume -Spontandemo durch Gostenhof-
-Gewaltorgie der Bullen -zahlreiche Verletzte-
Am vergangenen Samstag, den 4. Juli, fand zum zweiten Mal das Kneipen- bzw. Stadtteilfest im linken und alternativen Viertel Gostenhof in Nürnberg statt.
Zahlreiche Kneipen, Stadtteilläden und das gute Wetter luden zum lauschigen Spaziergang, tanzen und feiern ein.
Wie schon vor zwei Jahren war das Fest mit knapp 2000 Leuten gut besucht.
Knapp zehn Kneipen im gesamten Stadtteil lockten mit Livemusik, Djs und Snacks.

Doch auch auf der Straße war einiges geboten.
Gegen ca. 23 Uhr wurden -unter den irritierten Blicken vieler FestbesucherInnen- in windeseile Schlagzeug, Verstärker und Anlage in der Vollprechtstraße (dem Zentrum des Festes) aufgebaut. Wenige Minuten später kamen die rund 400 „BesetzerInnen“ der Straße in den Genuß eines kostenlosen Konzertes der Punkband „The Molotov Rocktails“.
Die Stimmung war großartig. Circlepit, Pogo, Crowdrides und bengalische Feuer heizten diese noch an.
Die vorbeifahrende Polizei war gegenüber dem unangemeldeten Konzert aufgrund der total überfüllten Straße völlig machtlos und musste unverrichteter Dinge wieder abziehen.
Ein leider seltener, doch umso kostbarerer Moment in der bayrischen Bullenmetropole.

Nach einer halben Stunde ausgelassenem Sommernachtspunk übernahm dann ein mobiles Soundsystem die Beschallung der weitestgehend bullenlosen Spontanparty. Die sonst eher unscheinbare Tempo 30 Zone wurde kurzerhand zum Partyfreiraum gemacht.

(Bereits am Vorabend zogen ca. 50 Jugendliche mit Piratenfahnen und Spielzeug durch die Nürnberger Innenstadt und feierten lautstark für ein autonomes Zentrum am ehemaligen Punkertreffpunkt Lorenzkirche, bis die Polizei den schönen Abendspaziergang auflöste.)

Doch da eine Straße alleine natürlich nicht genug ist, (es hieß schließlich „GOSTENHOF RuleZ“!) zogen ca. 150 überwiegend Jugendliche gegen 0 Uhr mit lauter Musik in Richtung Fürther Straße. Der Weg dorthin wurde jedoch vom bayrischen Schlägerverein USK abgeschnitten, was auch prompt Feuerwerk und andere fliegende Gegenstände mobilisierte.
Auch hier konnten sich, bayrische Verhältnisse gewohnte BetrachterInnen über defensive und scheinbar überforderte Sondereinheiten wundern und erneut schmunzeln.
Doch statt Richtung Innenstadt zu ziehen, entschied sich der Zug nun im Viertel zu bleiben und hier weiterzufeiern.

Allerdings war Zurückhaltung bekanntlich noch nie die Stärke der bayrischen Polizei.
Gegen ca. 2 Uhr kam es während des Auftrittes des Liedermachers „Gymmick“ doch noch zum gewohnten Ausbruch der Staatsgewalt.
Im nahegelegenen Jamnitzerpark lauschten knapp 200 Menschen den Klängen des Lokal-(Kneipen)helden.
Nach einer halben Stunde wollte ein martialisches Schauspiel den Spass beenden. So rückte ein von Sondereinheiten umringtes Feuerwehrauto im Schritttempo in Richtung der Lagerfeuer, um diese zu löschen.
Ohne Vorwarnung oder Durchsage preschte das USK plötzlich auf die KonzertbesucherInnen zu und schlug auf alles ein was sich in dem stockdunklen Betonpark bewegte. Resultat der Orgie waren zahlreiche Verletzte (von Platzwunden bis zu Armbrüchen). Bis in die frühen Morgenstunden gab es nun Auseinandersetzungen zwischen wütenden Menschen und der Polizei.

Dieser Abend hat gezeigt dass wir uns auch durch den bayrischen Staat nicht einschränken lassen werden und weiter unkontrollierbar bleiben. Wir werden uns öffentlichen Raum, der uns allen gehört, weiterhin aneignen und gestalten.
Wir feiern und demonstrieren wo wir wollen!

Mittwoch, 11. März 2009

Ist TINA tot? Wo bleibt TATA?

Am 28.3.2009 wird es zwei Großdemonstrationen in Berlin und Frankfurt geben, die unter dem gemeinsamen Motto stehen werden ›Wir bezahlen nicht für eure Krise‹.
Manche halten die Parole zwar für symphatisch, aber längst überholt – andere sehen in diesen Großmobilisierungen vielmehr eine Chance, aus dem weitverbreitenden Zustand der Betäubung und Paralyse auszubrechen – gedanklich und mit Bewegung…
Ist TINA (There Is No Alternative) tot?
und
Wo bleibt TATA (There Are Thousands of Alternatives) ?

Nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Ostblockes Ende der 80er Jahre triumphierten die Vertreter und Ideologen des Kapitalismus und wähnten sich am Ende der Geschichte: Großspurig und drohend zugleich erklärten sie, zum Kapitalismus gäbe es keine Alternative: There is no alternative!
Fortan ging nicht mehr das Gespenst des Kommunismus um die Welt, sondern TINA. War es Gier, die sie 2008 stolpern ließ? Wer und was hat TINA zu Fall gebracht? Wird sie wieder aufstehen? Wird sie jemand daran hindern?
›Die Pleite des Kapitalismus‹
Für gewöhnlich hört man einen solchen Satz nicht von jenen, die den Kapitalismus seit Jahr und Tag für ›alternativlos‹, im schlimmsten Fall für verbesserungswürdig halten. In einer schweren Krise wie dieser schon.
Mit diesem fett gedruckten Schuldeingeständnis startete die Frankfurter Rundschau ihre Titelseite vom 9. Oktober 2008 – gefolgt von einem Satz aus dem ›Kommunistischen Manifest‹ von Karl Marx/Friedrich Engels, den man unter normalen Umständen aller höchstens im Feuilleton lesen darf:
»Die moderne bürgerliche Gesellschaft, die so gewaltige Produktions- und Verkehrsmittel hervorgezaubert hat, gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er heraufbeschwor.«
Es muss etwas Gewaltiges, Erschütterndes passiert sein … Scheinbar und plötzlich steht alles auf dem Prüfstand: der ›Marktradikalismus‹, die Ideologie des sogenannten Neoliberalismus, die Mär von den ›Selbstheilungskräften des Marktes‹ …
Hegemonialmacht USA
Es herrscht weitgehende Einigkeit darüber, dass das Epizentrum dieser ›Finanzkrise‹ in den USA liegt. Das hat nicht nur etwas mit der (Schaden-)Freude der Mitkonkurrenten (in den EU-Staaten) zu tun, sondern vor allem mit den globalen Machtfaktoren. Mittlerweile sind die Stimmen fast vollständig verstummt, die behaupteten, dass hier alles ganz anders, Deutschland also nicht betroffen sei und jene, die ihren Traum von der polyzentristischen Welt für die Wirklichkeit hielten. In Wirklichkeit ist die ökonomische und politische Macht der USA nach wie vor so groß, dass fast alle Staatsökonomien davon betroffen sind – direkt oder indirekt.
Wie eng Finanz- und Industriekapital tatsächlich zusammenhängen, wird gerade jetzt peu a peu als Erkenntnis durchgereicht: Man rechnet als zweite Welle mit der größten Wirtschaftskrise nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA und Europa.
Die politischen Konsequenzen aus der Finanzkrise?
Weltweit werden Billionen von Euro bzw. Dollar an Staatsgeldern dafür aufgewendet, das Bankensystem zu retten bzw. durch ›Konjunkturprogramme‹ die Einbrüche in den Produktionssektoren abzufedern, um so die Wertschöpfungskette entlang der reißenden Glieder zu bandagieren. Was als Keynesianismus, also staatliche, antizyklische Steuerungen des Wirtschaftslebens verschrien war, kehrt nun händeringend zurück: Der Staat als Arzt am Krankenbett des Kapitalismus.
Wie liebevoll und patientenorientiert dabei der deutsche Staat agiert, kann man die letzten Monate beobachten: Über 1.000.000.000.000 Euro an Steuergeldern wurden bislang bereitgestellt, um die (drohenden) Verluste zu sozialisieren. Wenn arme Menschen ihr Recht auf Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe in Anspruch nehmen, dann thront über allem der harmlos klingende Spruch: ›Fördern und Fordern‹. Im wirklichen Leben dieser Menschen hat dies bei fehlender ›Mitwirkungspflicht‹ Kürzungen des kargen Unterhalts von bis zu 80 Prozent zur Folge!
Geradezu lächerlich ist die ›Mitwirkungspflicht‹ derer, die diese Staatsgeschenke in Anspruch nehmen: Bis heute müssen Banken weder ihre Bilanzen offenlegen, noch ihr Vermögen aufbrauchen, bevor sie überhaupt Anspruch auf staatliche Transferleistungen haben. Während Sozialhilfe erst gewährt wird, wenn alle Konten und Vermögensverhältnisse der zurückliegenden zehn Jahre offengelegt worden sind, reicht für den Erhalt von Milliarden-Hilfen der Blick in die letzte Quartalsbilanz. Einen größeren Komplizenstatus des Staates bei Gewährung von Bürgschaften und Krediten und Teilverstaatlichungen ist kaum möglich: Man gibt vor, das Feuer im Hochofen zu löschen - mit verbundenen Augen und Öl.
Eine Krise des Kapitals oder
Der Kapitalismus in der Krise?
Selbstverständlich werden Politiker und Wirtschaftsbosse nicht müde zu betonen, dass nicht das kapitalistische System der Fehler sei, sondern Übertreibungen und Auswüchse, die man nur korrigieren müsse. Geradezu esoterisch beschwören sie die Krise als Chance zur Erneuerung, um gestärkt daraus hervorzugehen. Bisher geht diese Rechnung auf. Bleibt es bei diesem Fahrplan, wird es zu keiner Krise des Kapitalismus kommen, sondern zu einer längst überfälligen Korrektur innerhalb des Weltkapitalismus – zugunsten europäischer Staaten, die nun institutionell das festschreiben wollen, was ihnen an ökonomischer und politischer Macht längst zugefallen ist.
Wo ist TATA? Wo steht sie?
Susan George, Politikwissenschaftlerin und bis 2006 Vizepräsidenten von ATTAC-Frankreich, hatte genug von der gehörlosen Babydoll-Puppe TINA und stellte ihre Gegenspielerin TATA vor: There Are Thousands of Alternatives.
Tausende von Gegenvorschläge und Forderungen wurden seitdem zusammengetragen. Zumindest die Vorstellungen aus dem globalisierungskritischen ATTAC-Netzwerk hatten gelegentlich und am Rande in der bürgerlichen Öffentlichkeit Gehör gefunden. Noch bevor man die Finanzkrise offiziell einräumte, hatte ATTAC im Juni 2008 ein »Statement zur Finanzkrise und zu demokratischen Alternativen« verfasst. Die Forderungen und Vorschläge sind nicht neu: Besteuerung aller Arten von Finanztransaktionen, progressive Besteuerung von Kapitaleinkommen, Resozialisierung von privatisierten öffentlichen Gütern (Energie, Gesundheit, Bildung), Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften für Banken, Regulation von Derivaten, Stärkung nationalstaatlicher und internationaler Institutionen.
Einige dieser Forderungen haben Eingang in die »Empfehlungen« der Beratergruppe gefunden, die der Bundesregierung aus der Finanzkrise helfen sollen. Schließlich zielen all diese Maßnahmen nicht auf die Abschaffung, sondern auf die Stabilisierung und Optimierung des kapitalistischen Systems ab.
Von ganz unten kommen die Forderungen nach Abschaffung des Leiharbeiterstatus und prekärer Arbeitsverhältnisse, der Ein-Euro Jobs, der Hartz-IV-Gesetze bis hin zur Agenda 2010, begleitet von den Forderungen nach Mindestlohn und einem bedingungslosen Grundeinkommen. Ganz zweifellos würde die Verwirklichung dieser Forderungen das Leben von Millionen von Menschen erträglicher machen. Einige dieser Forderungen finden in den Reihen der parlamentarischen Opposition Gehör, doch der Druck auf die Große Koalition ist weder parlamentarisch noch außerparlamentarisch groß genug, um diese zu zwingen, dem nachzugeben.
Zwischen einem ›guten‹ Kapitalismus und dessen Überwindung
Einige der ›Attac‹-Forderungen stehen mittlerweile auf der Regierungsagenda. Sicherlich nicht, weil der Druck von unten so stark war und die Forderungen das System sprengen würden. Im Gegenteil: Sie stellen eine notwendige Balance zwischen Finanz- und Produktionssektoren her, um jene »unterirdischen Gewalten« wieder zu bändigen, die dem kapitalistischen System innewohnen. Das Ziel all dieser ›Zügelungen‹ ist ein Einfaches: Die Renditeerwartungen und –möglichkeiten zwischen Finanz- und Produktionskapital sollen wieder angeglichen werden! Das Ergebnis für eine antikapitalistische Linke wäre dann ein Makabres: Es würde sich fortan wieder lohnen, in Menschen statt in Erwartungen zu ›investieren‹. Im Zentrum des Kapitalinteresses stände fortan wieder die Ausbeutung des Menschen, mit Renditeerwartungen, für die man sich gegenüber der Konkurrenz nicht länger schämen müsste!
»Wir bezahlen nicht für eure Krise«
Das ist leichter gesagt als getan. Die Bundesregierung ist mit einer Billion Euro in Vorkasse getreten. Da diejenigen, die diese Krise verursacht haben weder persönlich noch unternehmerisch dafür haften, werden andere bezahlen müssen.
Noch sind die gigantischen Folgen der Krise bei den Lohnabhängigen nicht angekommen. Man könnte fast das Gegenteil vermuten: Die Verlängerung der staatlich finanzierten Kurzarbeit auf 18 Monate erleben viele als Erholung vom ruinösen Arbeitsalltag. Die Abwrackprämie von 2.500 Euro ist vielen ein Geschenk des Himmels, ihr altes Auto loszuwerden. Und so manche Schule, so mancher heruntergekommene Kindergarten wird nun (vorzeitig) renoviert …
Das Anfang 2009 beschlossene Konjunkturprogramm kann getrost unter das Betäubungsgesetz fallen: Tranquilizer für Lohnabhängige, die um ihren Job fürchten, Psychodelikas für den Mittelstand beim Kauf eines neuen Autos – ein Verschleierungsprogramm, das geradezu saubillig ist und als gelungenes Unterhaltungsprogramm auf der ›Titanic‹ für Ablenkung und Betäubung sorgt.
Alles spricht dafür, dass nach der Bundestagswahl 2009 spürbar damit begonnen wird, die Hunderte von Milliarden Euro Staatsschulden durch weitere ›Einsparungen‹ auszugleichen, die über eine Billion Euro bei denen einzutreiben, die sich nicht wehren können und wollen. Es wäre sicherlich ein großes aber machbares Ziel, die Sozialisierung dieser Milliarden-Schulden zu verhindern.
Dazu müsste man den Mut haben, aus der Autonomie der Vielfalt (die oft nur Vereinzelung bedeutet) auszubrechen, um gemeinsam einen Prozess zu wagen, der den Widerspruch zwischen Verbesserungen im System und Ziele, die darüber hinausweisen nicht leugnet, sondern zugunsten Letzterer in Bewegung bringt.

Der vollständige Text findet sich unter: www.wolfwetzel.wordpress.com

Veröffentlicht auf: de.indymedia.org

Dienstag, 10. März 2009

Fürth: Erfolgreiche Kundgebung gegen Nazitreff

SDAJ Fürth 07.03.2009 13:17 Themen: Antifa Antirassismus
Trotz regnerischen Wetters beteiligten sich über 100 Menschen an der Kundgebung gegen den Nazitreffpunkt „Zum Schilderhaus“ in Fürth. Nach Abschluss der Kundgebung zogen Antifaschisten noch lautstark vor die Kneipe
Am gestrigen Freitag, den 6.3. fand in der Ludwigstr. in Fürth eine Kundgebung gegen den seit Ende letzten Jahres bestehenden Nazitreffpunkt „Zum Schilderhaus“ statt. In der Kneipe „Zum Schilderhaus“ treffen sich „Freie Nationalisten“ deren führenden Köpfe aus der 2004 vom bayrischen Innenministerium wegen ihrer Wesensverwandtschaft zum Nationalsozialismus verbotenen FAF kommen. Nach dem Verbot hatten sich die Neonazis legal in der NPD organisiert traten dort aber wegen interner Streitigkeiten Ende 2008 aus und forcieren seitdem den Aufbaue des „Freien Netz Süd“.
Da der Wirt in einem persönlichen Gespräch auf die rassistischen und kriminellen Machenschaften seiner braunen Gäste hingewiesen wurde und daraufhin den Antifaschisten und nicht den Nazis ein Hausverbot erteilte hat die SDAJ im Bündnis mit den Nachbarinnen und Nachbarn eine öffentlichkeitswirksame Kampagne gegen den Nazitreffpunkt gestartet. Den Auftakt bildete die gestrige Kundgebung an der sich knapp über 100 Menschen, darunter sehr viele Anwohner beteiligten. In drei Redebeiträgen wurde näher auf das Naziproblem eingegangen: Eine antifaschistische engagierte Anwohnerin, deren Auto, das in der Querstraße zum „Schilderhaus“ abgestellt war und Mitte Januar komplett zerstört wurde erzählte von den hämischen Kommentaren in Naziforen und forderte die Polizei, angesichts von über 20.000 € Sachschaden den Nazis in Fürth in den letzen Monaten durch Anschläge verursacht hatten, auf endlich gegen diese kriminelle Bande vorzugehen.
Als zweiter Redner sprach ein Vertrete der SDAJ. In seinem Redebeitrag ging er auf die Naziaktivitäten in der Region ein und wies insbesonders darauf hin das der Anmelder der monatlichen Naziaufmärsche in Gräfenberg ebenfalls im „Schilderhaus“ mit am Nazistammtisch sitzt. Weiterhin forderte er die Einrichtung eines kommunalen Fonds zur finanziellen Unterstützung von Opfern rechter Gewalt.
Als letztes sprach ein Vertreter der DKP zum Thema „Rolle und Funktion von Faschisten im Kapitalismus“. Angesichts der Wirtschaftskrise bestehe die Gefahr eines Erstarkens der Faschisten da dies die Schuld nicht bei der Profitgier von Banken und Konzernen suchen sonder die Schuld an der Krise dem „jüdischen Kapital“ anlasteten. Die Unzufriedenheit bei den Arbeitern und Angestellten über die Herrschenden werde durch das Hetzen der Nazis gegen Minderheiten so systemkonform abgeleitet.
Durch die Kundgebung konnte zumindest an diesem Freitag das Nazitreffen nicht statt finden (3 auswärtige Neonazis machten beim Erblicken der Antifaschisten sofort kehrt und fingen hektisch an zu telefonieren).
Dies ist neben der unerwartet hohen Zahl von über 100 Teilnehmern, trotz des nasskalten Wetters ein erster Erfolg. Es wurde den Nazis klar gemacht das sie hier und anderswo unerwünscht sind und auch den umliegenden Gastronomenvermittelt das Nazis keine lukrativen Gäste sind.
Die Polizei verhielt sich sehr deeskalierend und unterband nach Aufforderung sogar das seit vorletzten Freitag unzulässige flächendeckende Filmen durch das USK.
Da die Kundgebung nicht direkt vor der Kneipe stattfinden konnte zogen nach deren Beendigung noch etwa 40 Antifaschisten lautstark vor die, vom USK beschützte Kneipe.
Der Kampf gegen die Fürther Nazis wird weitergehen! Ab sofort soll es für sie keine ungestörten Freitagabende geben!
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Sonntag, 1. März 2009

Krieg dem Krieg - Nato abschaffen!


Lokale Demonstration gegen das Nato-Jubiläum

Sa. 14. März | 14 Uhr | Weißer Turm | Nürnberg

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2009 jährt sich die Gründung der NATO zum 60ten Mal
>>>Am 3. und 4. April werden die führenden Politiker- Innen der NATO-Staaten mit ca. 2000 BeraterInnen zu einem NATO-Gipfeltreffen zusammen kommen, um den 60. Geburtstag des Militärbündnisses medienwirksam zu feiern. Doch sie werden nicht die einzigen sein, die sich Anfang April in Straßburg, Baden-Baden und Kehl tummeln werden, denn wir werden ihnen dieses Fest gründlich vermiesen. 60 Jahre Kriegseinsätze, 60 Jahre Durchsetzung der Interes- sen der westlichen Industrienationen, 60 Jahre Entwicklung von Kriegstechno- logien und Strategien, 60 Jahre Militarismus und patriarchaler Männlichkeitskult - all das sind keine Gründe zu feiern. Deshalb werden wir zusammen mit zehn- tausenden DemonstrantInnen das Treffen stören, belagern und blockieren. Unser Protest wird sich nicht auf ein paar Tage im April beschränken, genauso wenig wie er sich auf Straßburg, Baden-Baden und Kehl begrenzen wird. Einer global wirkenden Militärmacht begegnen wir mit globalen Widerstand.

>>> In Nürnberg werden wir deshalb am 14.03. für die Abschaffung der NATO, gegen Krieg und Kapitalismus demonstrieren!

ausführlicher Aufruf (erscheint in Kürze!)

“LATEST NEWS” - Info- und Mobilisierungsveranstaltung
25. März | 19 Uhr | Desi | Brückenstr. 23 | Nürnberg


Konferenz und Aktionstag gegen Krieg und Militarismus in Nürnberg

Sa., 7. März, 13.00 Uhr, Desi, Brückenstr. 23 Nürnberg:
Konferenz gegen Krieg und Militarismus

mit Jürgen Wagner von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) Tübingen, VertreterInnen der Roten Aktion Kornstraße Hannover, ein Deserteur von den Iraq Veterans Against the War und vielen anderen.

PanzerVom 3. bis 4. April treffen sich politisch und militärisch Verantwortliche aus den an der NATO beteiligten kapitalistischen Staaten zu einer Tagung in Straßburg. Neben Diskussionen über militärische und geopolitische Strategien, neben Absprachen über gegenwärtige und zukünftige Kriege zur Sicherung von Profiten, stehen im Rahmen der Tagung Feierlichkeiten zum sechzigsten Jubiläum der NATO auf der Tagesordnung.
Europaweit ruft die Antikriegsbewegung zu Protesten gegen diese NATO-Kriegstagung in Straßburg auf. Geplant ist eine Demonstration, Blockaden des Veranstaltungsortes und zahlreiche weitere Aktivitäten.
Grund genug im Vorfeld der Ereignisse im Rahmen einer Konferenz der zunehmenden Militarisierung der Politik, der Kriegspolitik kapitalistischer Staaten und den Ursachen für Militärinterventionen und Kriege inhaltlich auf den Grund zu gehen. In drei aufeinander folgenden Themenblöcken wird die Thematik untersucht. Am Abend, ab 19.30 Uhr, findet dann eine Podiumsveranstaltung zu den Aktionen gegen Krieg und den Nato-Gipfel in Strasbourg statt.
Danach, ab 22:30 Uhr Party mit Impulse-DJ-Team, amplified.attitude und Kampfansage (DJ Rehnade und Freundin).

Das Programm zur Konferenz findet ihr hier.

Samstag, 14. März 2009
Aktionen in Nürnberg im Rahmen des bundesweiten Aktionstages gegen Militarismus

12.00 Uhr, Lorenzkirche Agit-Prop-Aktion “Gegen kapitalistische Kriegspolitik

14.00 Uhr, Weißer Turm Demonstration “Krieg ist kein Grund zum Feiern! NATO abschaffen! Für eine Welt jenseits von Krieg und Kapitalismus…”

Quelle: redside.tk

Donnerstag, 19. Februar 2009

Der Kunstverein bleibt!

Nürnberg braucht alternative Kultur

Demo | Sa. 28.02.2009 | 14.00 Uhr | (Ex)KOMM, Hbf

Volxküche und Solikonzert | ab 18.00 Uhr im KV

KV bleibt!Mit der geplanten Schließung des Kunstvereins im Z-Bau schlägt die Stadt ein weiteres Kapitel der kulturellen Verarmung Nürnbergs auf. Nach und nach werden selbstverwalteten und unkommerziellen Projekten die öffentliche Unterstützung entzogen und wie im Fall des Kunstvereins die Räume unter fadenscheinigen Begründungen weggenommen.
Kommt zur Demo, zeigen wir den Verantwortlichen der Stadt Nürnberg dass wir Viele sind. Alternative Kultur wurde in Nürnberg schon viel zu lange ignoriert, es wird Zeit dass sich hier etwas ändert.

weitere Infos:
Kunstverein Nürnberg | www.kv-bleibt.de | zur Demo | Aufruf

Quelle: redside.tk

Siehe auch Beitrag "KV-bleibt!" - Demo in Nürnberg!

Mittwoch, 18. Februar 2009

Eure Armut kotzt uns an…

Wie bereits in der Onlineausgabe der Sächsischen Zeitung berichtet wurde, kam es letzten Samstag in der Dresdner Neustadt zu einem tragischen Vorfall der besonderen Art: Überraschend aufgetretene Windböen brachten am Albertplatz zwei oberfränkische Polizeiwägen zum Umkippen, welche dabei massiv beschädigt wurden. So hielten nicht einmal die Außenspiegel und Kfz-Kennzeichen diesem wahren Orkan stand.

Mehrere fränkische AntifaschistInnen, die zufällig am Unfallort vorbeikamen, waren von dem Ausmaß der Zerstörung so schockiert, dass sie spontan beschlossen ihre Solidarität mit den heimischen PolizistInnen (aus dem Nahen Bamberg) zu bekunden. „Das ist für uns eine Frage der Solidarität. Bei so etwas müssen wir Vermummte doch zusammenhalten,“ teilte einer der Antifaschisten mit. Er begründete die Aktion zudem mit dem dieses Jahr noch anstehenden Großereignis in Straßburg und Baden-Baden und meinte: „Das 60-jährige Bestehen der Nato können wir nur gemeinsam gebührend feiern. Ohne Außenspiegel nach Frankreich, das geht ja nicht.“

Deshalb ergeht an alle LeserInnen die freundliche Aufforderung möglichst großzügig für die Wiederinstandsetzung der beiden Polizeiwägen zu spenden, damit vielleicht sogar noch etwas Geld für einen kleinen Wurstkorb übrig bleibt. Schließlich müssen unsere FreundInnen und HelferInnen diesen Schrecken ja auch erst mal verdauen. Weitere Infos und die Bankverbindung finden sie auf der Homepage www.polizei.bayern.de!

Klaus Knüppler vom bayrischen Unterstützungskommando (USK) begrüßte die unerwartete Solidaritätsbekundung schon im Vorfeld mit den Worten: „Wartet nur, euch Scheißzecken schlagen wir die Fresse ein!“


Liebesgrüße aus Dresden...


Hoch die internationale Solidarität!


Quelle: anonymes Schreiben


"KV bleibt!" - Demo in Nürnberg

KV bleibt!

und dafür DEMONSTRIEREN wir!

Am 28. Februar 2009 in Nürnberg, - Start am KOMM / K4.

Mit der geplanten Schließung des Kunstvereins im Z-Bau schlägt die Stadt ein weiteres Kapitel der kulturellen Verarmung Nürnbergs auf. Nach und nach werden selbstverwalteten und unkommerziellen Projekten die öffentliche Unterstützung entzogen und wie im Fall des Kunstvereins die Räume unter fadenscheinigen Begründungen weggenommen.

Alternative Projekte werden getötet.

Seit der Schließung des KOMM in Nürnberg nahmen die Möglichkeiten Kultur frei und unabhängig von wirtschaftlichen Absichten zu gestalten stetig ab. Unbekannte oder weniger bekannte Künstler, Bands und Veranstalter haben kaum noch Möglichkeiten ihre Arbeit in der Öffentlichkeit zu präsentieren, die Bürger Nürnbergs verlieren die Möglichkeit für kleines Geld einen netten Abend zu verbringen und neue Künstler zu erfahren.

Gelder für Museen, Theater oder nette Brunnen sind immer da.

Öffentliche Kulturarbeit kostet Geld, der Bau und Unterhalt von Opernhäusern, Museen und Theatern sind mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden, dem Geld aller Steuerzahler. In alternativen Projekten kann ein großer kultureller Bereich für viele Menschen jedoch mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand abgedeckt werden, Einrichtungen wie der Kunstverein beweisen dies schon seit Jahrzehnten.

Steuergelder für kommerzielle Zwecke fließen.

Die aktuelle Entwicklung geht allerdings genau in die Gegenrichtung. Der Kunstverein, der Miete für seine Räumlichkeiten bezahlt soll nun ausziehen, die Initiative für ein autonomes Zentrum wollte von städtischer Seite bisher nicht registriert werden. Dafür werden mit Steuergeldern die kommerziell genutzten Räume im Z-Bau saniert!

Demo zum Erhalt des KV.

Mit der Demonstration am 28.02 werden auf diese Sachverhalte aufmerksam gemacht. Wir fordern den Erhalt des Kunstvereins sowie die Schaffung eines autonomen Zentrums. Gerade alternative Projekte verdienen die Unterstützung der öffentlichen Hand, wir fordern die Anerkennung von subkultureller Arbeit in Nürnberg.

Kommt zur Demo, zeigen wir den Verantwortlichen der Stadt Nürnberg dass wir Viele sind. Alternative Kultur wurde in Nürnberg schon viel zu lange ignoriert, es wird Zeit dass sich hier etwas ändert.


Danke: Gerhard Seyfried

Die Demo am 28.02.2009.

13:30h: Treffen am K4, Hauptbahnhof Nürnberg (ex KOMM).
14:00h: Beginn der Demo.

Die Route läuft vom K4 - Königstraße - Karolinenstraße - Weißer Turm - Kaiserstraße - Fleischbrücke - Hauptmarkt - Rathaus - zur Lorenzkirche.

Wir organisieren vom Lautsprecherwagen bis zur LiveBand alles außen herum.

18:00h: Volxküche im KV - Vegan Food. (es müssten noch paar BiFi da sein ... )

19:00h: KV - Theke geöffnet für alle Besucher und Freunde.

20:00h: Großes Solikonzert - 4 Bands - OpenEnd

Wir fordern:

  • Den Erhalt des Kunstvereins in seiner Struktur und an seinem jetzigen Ort
  • Die Aufnahme der Räume des Kunstvereins in den Sanierungsplan des Z-Baus als Veranstaltungsort
  • Eine angemessene und realistische Priorisierung der Räume des Kunstvereins bei der Verteilung der verfügbaren Mittel
  • Einen eigenen Mietvertrag mit der Stadt Nürnberg
  • Die Neubewertung des Nutzungskonzeptes des Z-Baus, um alle verfügbaren Räume für alternative Kultur zu nutzen

und endlich

  • Die Anerkennung der langjährigen Verdienste des Kunstvereins für die Nürnberger Jugendkultur auch bei der Stadt Nürnberg

Du forderst:

  • Die Verteilung von Steuergeldern nicht nur an Theater und Opernhäuser sondern auch für alternative Projekte der Jugendkultur.
  • Den Erhalt Deines Punkclubs und Wohnzimmers
  • Den Erhalt Deiner Bühne für junge Künstler und Bands in Nürnberg
  • Dein Recht auf einen schönen Abend für kleines Geld

Du kommst weil:

  • Die Stadt Nürnberg uns allen gehört
  • Unsere Steuern auch für unsere Projekte ausgegeben werden sollen
  • Der KV Deine Hilfe braucht
  • Diese Demo wirklich geil wird
  • Du Livemusik und DJ´s auf dem LKW schon immer mal sehen wolltest
  • Wir den Kunstverein nach außen bringen
  • Du sowieso auf die Livemusik - OpenEnd Party willst

Quelle: kunstverein-nuernberg.de